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Viele schöne Worte

Marie Frank über das neue Konzept für Integration

  • Von Marie Frank
  • Lesedauer: 2 Min.

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Es sind schöne Worte, die Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel bei der Vorstellung des neuen Integrationskonzeptes vorträgt. Man möchte ihm so gerne glauben, dass Integration Normalität ist, Gleichberechtigung Standard und es lediglich mit der Gleichstellung noch ein bisschen hapert. Leider helfen diese Worte all den Menschen nicht, die wegen ihres Aussehens oder ihres Namens keine Wohnung und keinen Job bekommen oder die wegen ihrer Herkunft schlechtere Bildungschancen haben.

Solange nicht mehr Lehrer*innen und Erzieher*innen eingestellt werden, bleibt Bildungsgerechtigkeit ein ferner Traum. Solange sozial benachteiligte Kinder - und das sind leider oftmals diejenigen mit Migrationshintergrund - nicht individuell gefördert werden, solange Nachhilfe etwas für Privilegierte bleibt, wird die strukturelle Benachteiligung dieser Menschen bestehen bleiben. Denn in der Schule wird der Grundstein für den späteren beruflichen Erfolg gelegt, und kaum ein Bildungssystem ist so sozial selektiv wie das deutsche.

Ist es schon für deutsche Kinder aus sozial benachteiligten Familien schwer, einen höheren Bildungsabschluss zu erreichen - für Migrant*innen ist es nahezu unmöglich. Das zu ändern, liegt aber nicht in der Macht des Bezirkes Neukölln. Dafür muss das Land Berlin mehr Geld in Bildung investieren. Geld, das man nicht besser anlegen könnte.

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