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Sachorientiert und konstruktiv

Martin Kröger über eine Debatte mit feindlichen Tonlagen

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: 2 Min.

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Wohnungslosigkeit: Sachorientiert und konstruktiv

So kann’s auch gehen: Konstruktiv, kritisch, sachorientiert und meistens lösungsbewusst debattierten die Abgeordneten am Donnerstag in der Aktuellen Stunde des Abgeordnetenhauses das Thema Wohnungslosigkeit. Lediglich ein Rechtsextremist von der AfD fiel in der Diskussion durch xenophobe Äußerungen und autoritäre Vorschläge wie Einreisesperren für Menschen aus EU-Ländern auf.

Alle anderen Redner von den demokratischen Parteien im Abgeordnetenhaus trafen dagegen den angemessenen Ton. Und anders als in den öffentlichen Debatten in der Woche zuvor, wurde kaum versucht, die soziale Misere Tausender Menschen billig auszuschlachten oder einer bestimmten Institution oder Verwaltung in die Schuhe zu schieben. Vielmehr wurde im Parlament darauf aufmerksam gemacht, dass eine soziale Lösung für die Wohnungs- und Obdachlosen eben nur gemeinsam gestemmt werden kann: zwischen dem Senat, den Bezirken, dem Parlament, den sozialen Organisationen und den Betroffenen, die natürlich eingebunden werden müssen.

Und natürlich würde mehr bezahlbarer Wohnraum helfen, auch Plätze in leer stehenden Unterkünften für Geflüchtete könnten genutzt werden. Aber die Wahrheit ist: Simple Lösungen wird es nicht geben. Auch das hat die Debatte eindrücklich gezeigt. Ursachen müssen bekämpft, Prävention gestärkt und Hilfsprojekte verbessert werden. Dafür braucht es einen langen Atem. Zumindest der Willen, eine Lösung zu finden, war im Parlament deutlich zu spüren.

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