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»Wir können die Welt nicht dadurch retten, dass wir uns an die Regeln halten«

Schüler schwänzen weltweit für eine andere Klimapolitik

  • Von Fabian Hillebrand
  • Lesedauer: 2 Min.

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So sieht es aus, wenn Schüler streiken. Hier am 11.12.2017 in Kassel (Hessen) gegen immer höhere Kosten für Bildungsmaterial und gegen den Verfall ihrer Schulen.
So sieht es aus, wenn Schüler streiken. Hier am 11.12.2017 in Kassel (Hessen) gegen immer höhere Kosten für Bildungsmaterial und gegen den Verfall ihrer Schulen.

Warum überhaupt noch die Schulbank drücken und für die Zukunft lernen, wenn genau diese Zukunft in Gefahr gerät? Diese Frage stellen sich Schüler*innen auf der ganzen Welt, die sich am Freitag zu einem gemeinsamen Schulstreik verabredet haben. Statt im Klassenzimmer Mathe zu pauken, protestieren sie für eine andere Klimapolitik.

Auslöser und Vorbild für die Proteste ist die Schwedin Greta Thunberg, die seit Anfang September nicht mehr zur Schule gegangen ist. Stattdessen demonstrierte sie täglich vor dem schwedischen Parlament, in der Hand ein Schild mit der Aufschrift »Schulstreik für das Klima«. »Wir können die Welt nicht dadurch retten, dass wir uns an die Regeln halten. Denn die Regeln müssen sich ändern«, schreibt Greta in einem Gastbeitrag für den britischen Guardian.

In Australien demonstrierten am Freitagmorgen (Ortszeit) bereits tausende Schüler gegen die Klimapolitik der Regierung. In zahlreichen Städten blieben Kinder und Jugendliche dem Unterricht fern. Die Regierung sei untätig, kritisieren sie, ihre Kampagne wollen sie so lange weiterführen, bis es Maßnahmen für mehr Klimaschutz gebe. Premierminister Scott Morrison warf den Schüler*innen Aktionismus vor und betonte, seine Regierung würde alle notwendigen Maßnahmen zum Klimaschutz ergreifen. Wegen seiner Abhängigkeit von der Kohleenergie gehört Australien zu den Ländern, die den größten CO2-Austoß pro Kopf haben.

Die Aktionen finden in der ganzen Welt statt. Unter dem Hashtag FridaysForFuture sind in Schweden, Dänemark und weiteren Ländern zahlreiche Aktionen geplant. In Deutschland rief die BUND Jugend bereits für den 26. November zu einer Sitzblockade vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin auf. Im Ministerium verhandelte an diesem Tag die Kohlekommission über den Kohleausstieg.

»Der Klimawandel wartet nicht auf unseren Schulabschluss. Er ist längst eine reale Bedrohung für unsere Zukunft. Gleichzeitig unternehmen unsere Politikerinnen und Politiker nichts, um die Klimakrise abzuwenden. Wir müssen jetzt handeln und unser Wirtschaftssystem ändern, damit wir die Möglichkeit haben, nachhaltig zu leben und unser Klima zu retten. Lasst uns für unsere Zukunft streiken«, sagte Alexander Grams, ein Berliner Schüler.

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