Nur eine Woche Agitation

1918 erregte die Münchner Revolutionärin Sonja Lerch die Presse. Heute ist sie fast vergessen

  • Von Cornelia Naumann
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.
Oft allein unter Männern: Sonja Lerch (im hellen Kleid) vor dem Ersten Weltkrieg unter Universitätskollegen

Kurz gefasst: Wer war Sonja Lerch, wie kam sie nach München?

Sarah Sonja Rabinowitz kam am 3. Mai 1882 im damals russisch besetzten Warschau zur Welt, im sogenannten »Ansiedlungsrayon«, so wurden die Gettos von den zaristischen Behörden genannt. Die Juden stellten 38 Prozent der städtischen Bevölkerung. Sonja wurde in eine sehr rebellische Familie hineingeboren: Ihr Vater Saul Pinchas Rabinowitz, der von 1845 bis 1910 lebte, war Gelehrter und Journalist. Er war Mitglied der Chowewei Zion und berichtete konspirativ an die europäische Presse über die antisemitischen Ausschreitungen in Russland. Am Zustandekommen einer europäischen Untersuchungskommission für das Pogrom in Kischinew hatte er entscheidenden Anteil. Ihr Bruder Shmuel, geboren 1867, das Todesdatum ist unbekannt, war ein Genosse von Leo Jogiches, verfasste und schmuggelte verbotene sozialistische Literatur nach Russland. 1886 wurde er nach Sibirien verbannt. Sonja wurde ...

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