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Monsantos Schatten

Haidy Damm über den Stellenabbau beim Chemieriesen Bayer

  • Von Haidy Damm
  • Lesedauer: 1 Min.

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Schon lange ist klar, dass ein Teil der Belegschaft beim deutschen Chemieriesen Bayer nicht glücklich ist angesichts der Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto. Doch Bayer-Chef Werner Baumann hat alle Warnungen in den Wind geschlagen und bleibt bis heute dabei: Die Fusion laufe besser als erwartet.

Dagegen sprechen weltweiter Stellenabbau, schwankende Aktienkurse, hohe Entschädigungszahlungen in den USA wegen Gesundheitsschäden durch das Totalherbizid Glyphosat. Woher Baumann seinen Optimismus nimmt, bleibt bisher sein Geheimnis. Offen zeigt sich jetzt erstmals die Unzufriedenheit der Belegschaft. Gegen den Stellenabbau wollen die Beschäftigten auf die Straße gehen, kurz bevor Baumann ihnen per Videokonferenz den Kahlschlag erläutern will.

Resistent zeigt sich Baumann auch beim Ackergift Glyphosat. Bayer werde an dem umstrittenen Unkrautvernichtungsmittel festhalten und betont: Es sei das »bestuntersuchte Erntesicherungsmittel der Welt - sicher, effizient und kostengünstig, aber mit großem Aufwand in Misskredit gebracht«.

Klar ist: Baumann hat die Übernahme durchgezogen, er hält krampfhaft daran fest, aber Monsantos Schatten wird er in naher Zukunft nicht los.

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