»Der Bund muss Wolgast unterstützen«

Zivile Yachten oder Bundesmarine - Gewerkschafter Guido Fröschke über die Zukunft der Peene-Werft

  • Von Ines Wallrodt
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Als Reaktion auf die Ermordung des regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi hat die Bundesregierung einen Rüstungsexportstopp nach Saudi-Arabien verhängt. Das betrifft auch die Peene-Werft in Wolgast, die mehr als 30 Patrouillenboote für die Golfmonarchie bauen wollte. Was bedeutet die Entscheidung für die Beschäftigten und die Stadt?

Die Werft ist der einzige große Industriebetrieb in Wolgast. Darüber hinaus gibt es noch Handwerksbetriebe, die aber ebenfalls direkt oder indirekt von der Werft abhängen. Wir rechnen damit, dass ohne andere Aufträge 300 Arbeitsplätze in der Werft direkt bedroht sind und insgesamt 1500 Menschen von der Werft leben. Die Lürssen-Gruppe ist aber nicht nur der größte Arbeitgeber in der Region, sondern auch der größte Steuerzahler. Wolgast lebt von der Werft.

Der Bürgermeister von Wolgast hat vor allem Kritik an der Bundesregierung wegen ihres »Hin und Her« bei den Rüstungsexporten nach Saudi-Ar...


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