Neue Fresslust in der Raubtierschmiede

Rüstungsproduzent Rheinmetall drängt tiefer ins europäische Panzergeschäft

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Wie widersprüchlich doch die Welt ist. Fojana ist ein Beispiel dafür. Der Name ist ein Akronym für «Forst, Jagd und Naturschutz» und meint ein Naturparadies, «das in Deutschland seinesgleichen sucht». Sagt der Betreiber via Internet. Auf dem rund 55 Quadratkilometer großen Kleinod bei Unterlüß (Niedersachsen) habe sich «ein Naturraum mit einer außergewöhnlichen Artenvielfalt» entwickelt. «Aktive Landschaftspflege und Gestaltung haben dazu geführt, dass sich hier unter anderem Tausende Insektenarten wohlfühlen.» Man könnte dankbar sein, wäre das Areal nicht zugleich Jagdrevier für «Leoparden» und «Marder» und «Pumas». Schon seit 100 Jahren testet die Firma Rheinmetall hier Produkte.

Schon bald könnten sich dort auch neue Raubtiere tummeln, denn Rheinmetall will das Panzergeschäft - an dem die Firma bereits mit ihren 120-mm-Glattrohrkanonen bestens beteiligt ist - ankurbeln. In einer eher unscheinbaren Pressemitteilung bestätigt die...


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