Afrikas vergessener Konflikt

Marokko und POLISARIO sprechen in Genf über Zukunft des Territoriums Westsahara

  • Von Claudia Altmann, Algier
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nach sechs Jahren Funkstille treffen sich heute in Genf Vertreter Marokkos und der sahrauischen Befreiungsfront POLISARIO, um über die Zukunft der Westsahara zu reden. Es sind die ersten direkten Gespräche nach mehreren ergebnislos gebliebenen Begegnungen, zuletzt 2012. Das zweitägige Treffen findet unter der Ägide von Altbundespräsident Horst Köhler statt, der seit gut einem Jahr Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs für die Westsahara ist. Als Beobachter nehmen zudem Repräsentanten Algeriens und Mauretaniens teil.

Das 266 000 Quadratkilometer große Gebiet am Atlantik ist die letzte Kolonie auf dem afrikanischen Kontinent. Bei den Gesprächen geht es um das Schicksal der Sahrauis, von denen etwa 600 000 im größeren, von Marokko besetzten Teil sowie etwa 160 000 in Flüchtlingslagern nahe der algerischen Stadt Tindouf leben. Die POLISARIO kämpft seit 1975 für die Unabhängigkeit der Westsahara.

Damals hatte Spanien dort sei...


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