»Raus mit dir, Teufel«

Für LGBTI-Menschen könnte Brasilien unter dem rechtsradikalen Präsidenten Bolsonaro zur Hölle werden

  • Von André Cabette Fábio, São Paulo
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.
Der 21-jährige Victor gehört zur LGBTI-Community in São Paulo. Er hat in einem besetzen Haus Unterschlupf gefunden.

Im Oktober 2018, während Brasiliens Präsidentschaftswahlen, wollte die Sozialarbeiterin Brunna Valin nach der Arbeit die U-Bahn nach Hause nehmen. Wie immer. Diesmal aber wurde sie von einem evangelikalen Prediger aufgehalten. Er hatte bemerkt, dass Valin eine Trans-Frau ist, und begann, sie zu beschimpfen: »Du bist keine Frau, sondern ein Mann! Raus mit dir, Teufel, raus aus diesem Körper!«

Valin sitzt in ihrem Büro in São Paulo, im städtischen Zentrum für Fragen der Diversität. Hier gibt es Kurse, psychologische Beratung und HIV-Tests für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle - kurz: LGBTI-Personen - und das in einem Viertel, das von Bordellen und Straßenprostitution bestimmt wird. Wie üblich trägt die 43 Jahre alte Frau eine lockere gelb-rote Weste mit ägyptischen Symbolen, zwei große grüne Ohrringe und ein grünes Kopftuch. Der Prediger in der U-Bahn hatte ihre Kleidung als Kennzeichen von Umbanda oder Cand...

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