Werbung

Riexinger: Das Potenzial Ultrarechter »ist besorgniserregend«

LINKEN-Chef warnt vor der Verbrüderung linker und rechter Gesinnung bei den Protesten in Frankreich

  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

LINKEN-Chef Bernd Riexinger
LINKEN-Chef Bernd Riexinger

Berlin. LINKEN-Chef Bernd Riexinger hält die durch Krawalle und Massenproteste bekannt gewordene französische »Gelbwesten«-Straßenbewegung angesichts ihrer Zusammensetzung für bedenklich. »Das Potenzial Ultrarechter in den Reihen der Bewegung ist besorgniserregend«, sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. »In Deutschland wäre eine solche Verbrüderung linker und rechter Gesinnung nicht denkbar.« Grundsätzlich begrüße er aber die Proteste gegen den Neoliberalismus des französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Seit Mitte November kommt es auf Initiative der »Gelbwesten« in ganz Frankreich immer wieder zu Straßenblockaden und Demonstrationen. Die Bewegung lässt sich keinem politischen Lager, keiner Gewerkschaft oder keine Partei zuordnen. Ursprünglich richtete sie sich gegen zu hohe Spritpreise. Mittlerweile ist sie zu einer Protestbewegung gegen die Politik des französischen Präsidenten Macron geworden. Als Reaktion will die Regierung geplante Steuererhöhungen auf Benzin und Diesel nun für sechs Monate aussetzen.

»Ich lehne eine Beteiligung ab«
Der französische Basisgewerkschafter Michel Poittevin über die »Gelben Westen«

Die Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, hatte die »Gelbwesten« Ende November als Vorbild auch für Deutschland bezeichnet. »Ich finde es richtig, wenn Menschen sich wehren und protestieren, wenn die Politik ihr Leben verschlechtert - die Benzinpreiserhöhungen sind gerade für Pendler existenziell«, hatte sie gesagt. »Dass jetzt rechte Kräfte um Marine Le Pen versuchen, den Protest zu vereinnahmen, und dass der Protest durch Gewalt unterlaufen wurde, bedauere ich. Das Anliegen der Gelben Westen ist absolut gerechtfertigt.« dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen