• Politik
  • Ernst August von Hannover

Steuerzahlern Schloss aufgebürdet

Niedersachsen kauft den Welfen die Marienburg ab. Sie muss teuer saniert werden

  • Von Hagen Jung
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Selbst Landtagsabgeordnete waren erst vor kurzem, und zwar aus der Presse, von dem Deal überrascht worden, den die SPD/CDU-Regierung mit dem Welfenprinz Ernst August von Hannover ausgemacht hat: Das Land kauft die etwa 30 Kilometer südlich von der Landeshauptstadt gelegene Marienburg für den symbolischen Betrag von einem Euro. Der 35-jährige Adlige ist dadurch eine finanzielle Last los, die nun mittelbar den Steuerzahlerinnen und -zahlern aufgebürdet wird. Denn die Renovierung des 1867 fertiggestellten, stellenweise vom Hausschwamm befallenen Gemäuers wird voraussichtlich 27 Millionen Euro kosten. Die eine Hälfte davon, so die Planung, trägt Niedersachsen, die andere der Bund.

Nicht wenige Politiker im zweitgrößten Bundesland sind empört über das Vorgehen der Regierung bei diesem Handel, der trotz der zu erwartenden hohen Folgekosten ohne Beteiligung des Parlaments über die Bühne gegangen ist. Statt die Sache im Plenum zu erörtern...


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