Ein Preis für Frauen, die übersehen werden

Zum ersten Mal ehrte der Paritätische Wohlfahrtsverband engagierte Menschen mit Behinderung

  • Von Lola Zeller
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Zum ersten Mal verlieh der Paritätische Wohlfahrtsverband in Berlin die PIA - so heißt der Paritätische Preis für Frauen mit Behinderungen in Aktion. In vier Kategorien werden Frauen mit Beeinträchtigung ausgezeichnet, welche sich in der Gesellschaft allgemein und für Menschen mit Behinderungen engagieren. Die bei der Preisverleihung anwesende Senatorin Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach (LINKE) ist neidisch - sie hätte die Idee zu dem Preis gerne selbst gehabt, sagt sie. »Ich finde es wirklich eine sehr gute Idee, weil es deutlich macht: Alle Frauen werden behindert, aber Frauen mit Beeinträchtigung werden ganz besonders behindert«, sagt Breitenbach.

Jury-Mitglied Ulrike Pohl ist Referentin für Menschen mit Behinderung im Paritätischen Wohlfahrtsverband und selbst Rollstuhlfahrerin. Sie macht auf das Problem der Unterrepräsentation von Frauen mit Beeinträchtigung aufmerksam. Deshalb werde die PIA verliehen: »Wir sind hie...

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