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Nach Mieterprotesten: Vonovia-Chef will weniger modernisieren

  • Lesedauer: 1 Min.

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Wohnungsnot: Nach Mieterprotesten: Vonovia-Chef will weniger modernisieren

Bochum. Der größte deutsche Wohnungskonzern Vonovia will seine Modernisierungsinvestitionen drastisch kürzen. Hintergrund sei eine »dramatisch zurückgegangene« gesellschaftliche Akzeptanz für die in der Regel mit Mietsteigerungen verbundenen energetischen Modernisierungen, sagte Vonovia-Chef Rolf Buch im Gespräch mit den Nachrichtenagenturen dpa-AFX und dpa. Ab sofort sei eine Kürzung der energetischen Investitionen um rund 40 Prozent geplant.

Das Dax-Unternehmen hatte bislang durchschnittlich sieben Prozent der energetischen Modernisierungskosten - etwa für die Dämmung von Fassaden oder den Austausch alter Fenster - jährlich auf die Miete umgelegt, was in Einzelfällen zu Mieterhöhungen von mehr als drei Euro pro Monat und Quadratmeter geführt hatte.

Vonovia werde die frei werdenden Mittel künftig verstärkt in Neubauten und in Modernisierungen in Schweden investieren, wo die Akzeptanz dafür deutlich größer sei, kündigte Buch an. Auf die Geschäftsentwicklung werde das Umsteuern keine Auswirkungen haben. Der Vonovia-Chef bezifferte die geplanten Gesamtinvestitionen auf jährlich rund 1,3 bis 1,6 Milliarden Euro. dpa/nd

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