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»Sie haben uns mit Geld totgemacht«

Der Schriftsteller Ilija Trojanow schildert, wie Stiftungen Hilfsprojekte im globalen Süden beeinflussen

  • Von Ute Evers
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Einige Probleme aus der Entwicklungshilfe, die Sie in Ihrem mit Thomas Gebauer herausgegebenen Buch »Hilfe? Hilfe! Wege aus der globalen Krise« anhand aktueller Beispiele aus Asien, Afrika und Lateinamerika analysieren, wurden bereits vor Jahrzehnten erkannt. Was hat sich seit den 1990er Jahren verändert?

Grundsätzlich sind die Mechanismen seit Jahrzehnten gleich, aber es gibt in zwei Bereichen eine enorme Zuspitzung. Der eine ist die absolute Durchherrschung aller Räume durch diesen globalisierten Neoliberalismus. Selbst in den kleinsten Nischen, an den ärmsten Ecken der Welt gibt es einen Zugriff. Die Menschen und ihr sozialökonomisches Verhalten sind dort diesen grundsätzlichen Regeln und Mechanismen unterworfen. Parallel dazu - und damit in einem Zusammenhang stehend - ist die Ökonomisierung von allen Sektoren der Hilfe. Hilfe war lange eine Art Oase des nicht ökonomischen Handelns. Das Wort an sich impliziert ja schon, dass m...


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