Werbung

Nach rechts offen

Uwe Kalbe über die Entscheidung der CDU für eine angebliche Vermittlerin

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Annegret Kramp-Karrenbauer: Nach rechts offen

Angela Merkel dürfte sich bei aller auf dem Hamburger Parteitag demonstrierten Zuneigung, die ihr die CDU angedeihen ließ, durchaus auf den Schlips getreten gefühlt haben. Alle drei Nachfolgekandidaten und offenkundig auch der Parteitag in seiner Mehrheit erklärten eine Erneuerung der CDU bei jeder sich zur Äußerung bietenden Gelegenheit zum Ziel, beklagten eine zum Ritual verkommene Debattenkultur und verstaubte Strukturen. Auch wenn so etwas für Anwärter auf den Parteivorsitz geradezu unabdingbar ist, waren diese Ansagen auch Angriffe auf die scheidende Chefin.

Was aus diesem Anspruch wird, wenn es um die künftige Rolle der CDU in der Großen Koalition geht, bleibt abzuwarten. Doch sicher ist, dass Annegret Kramp-Karrenbauer nun den Auftrag hat, die Zeit nach Merkel auch als Bundeskanzlerin vorzubereiten. Und mit der Wahl von Paul Ziemiak an ihre rechte Seite bot sie nicht nur den Anhängern von Friedrich Merz und Jens Spahn die Friedenspfeife. Sondern sie kündigte an: Eine »Linksverschiebung«, auch wenn diese nur eine unter Konservativen gefühlte ist, wird es mit ihr nicht geben. Wahrscheinlicher ist, dass sie dem inneren Druck von rechts nachgibt. Dass sie die Unerbittlichkeit der CDU als Wortführerin auf der Rechten demonstriert. Und es kann sein, dass Norbert Blüm nicht der Einzige bleibt, der Angela Merkel bereits jetzt nachtrauert.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen