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  • Menschenrechtskommission in Mexiko

Tödlichen Angriff auf Migranten verurteilt

Frau aus Guatemala stirbt nach Beschuss aus Schnellfeuerwaffen / Auch dreijähriges Kind verletzt

  • Lesedauer: 2 Min.

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Oaxaca. Mexikos Nationale Menschenrechtskommission (CNDH) hat den tödlichen Angriff auf eine Gruppe Migranten verurteilt. Der Beschuss eines Busses, bei dem eine Frau getötet und vier weitere Menschen verletzt wurden, müsse gründlich, professionell und effektiv untersucht werden, erklärte die Kommission am Sonntag. Die Behörden müssten zudem Maßnahmen ergreifen, um solche Vorfälle künftig zu verhindern. »Es ist nicht das erste Mal, dass Migranten in der südlichen Region des Bundesstaates Veracruz ihr Leben lassen.«

Nach Angaben des Sicherheitsministeriums von Veracruz schossen Maskierte am Samstag mit Schnellfeuerwaffen auf den Bus, mit dem die Migranten unterwegs waren. Das Todesopfer war eine 23-jährige Frau aus Guatemala. Unter den Verwundeten befand sich ein dreijähriges Kind, das ebenfalls aus dem mittelamerikanischen Land stammt. Die Guatemalteken waren nicht in einer Karawane, sondern alleine unterwegs.

Der Bundesstaat Veracruz gilt schon lange als besonders gefährliche Region auf dem Weg durch Mexiko in die USA. Banden des organisierten Verbrechens überfallen dort häufig Migranten und rauben sie aus. Oft werden die Flüchtlinge für den Drogenschmuggel, die Opium- oder Marihuanaernte oder die Prostitution verschleppt. Immer wieder fordern die Banden von Angehörigen Lösegeld.

Allerdings waren die etwa 10.000 Migranten, die in den Trecks unterwegs waren, weniger dadurch gefährdet, wie das Forschungsinstitut Colef erklärte, das sich mit der Grenzen zwischen Mexiko und den USA beschäftigt. Durch die Begleitung von Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen sowie der Presse seien die Migranten sichtbar und geschützter gewesen.

Seit bald einem Monat hängen mehrere tausend Menschen, die mit den Karawanen reisten, in Tijuana fest. Im Laufe der Zeit sind über 6.000 Migranten in der nordmexikanischen Grenzstadt angekommen. Nachdem sie zwei Wochen in einer Sportanlage direkt am Grenzzaun verbracht hatten, wurden sie in ein 23 Kilometer entferntes Veranstaltungszentrum gebracht. Einige haben mittlerweile illegal die Grenze zu den USA überwunden, andere stellen sich auf einen längeren Aufenthalt in der Grenzstadt ein. Laut mexikanischen Behörden sind 1.800 in ihre Heimat zurückgekehrt, etwa 3.200 haben in Mexiko Asyl beantragt. epd/nd

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