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Ines Wallrodt über die Wut der Eisenbahner

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Die Ankündigung stand seit Donnerstag. Doch kaum einer glaubte wirklich an einen spürbaren Ausstand der Eisenbahner. Hätten die kampfeslustigen Lokführer von der GDL dazu aufgerufen, ja, dann, na klar - doch die spielen in dieser Tarifrunde die Friedenstauben. Aber die EVG? Wann hat die zuletzt mal richtig gestreikt?

Genau. Das ist lange her. Und das ist ein Grund, warum ein Zeichen der Selbstbehauptung nötig war. Abschätzige Sticheleien der Konkurrenzgewerkschaft, die wollten auch nur mal zeigen, dass sie streiken können, sind fehl am Platze. Die Streiks sind weder Selbstzweck noch Eitelkeit von Gewerkschaftschefs, sondern angesichts der Krise, in der die Bahn steckt, fast schon Notwehr. Denn ausbaden müssen die massiven Probleme der Bahn nicht nur die Kunden, sondern vor allem die Beschäftigten in den Zügen, Stellwerken und Bahnhöfen. Sie leiden unter Personalabbau, Managementdefiziten, Fehlsteuerung. Bei ihnen hat sich über die Jahre viel Wut angestaut. Die muss irgendwann mal raus.

In dieser Situation hat die Bahn zwar kein skandalös niedriges, aber eben auch kein einigungsfähiges Angebot vorgelegt. Es geht um mehr als das eine Lohnprozent, das die Tarifpartner auseinanderliegen. Es geht um die Laufzeit und selbstbestimmte Arbeitszeiten. Und es geht um Gehör und Beachtung für eigene Vorstellungen, wie der Betrieb wieder funktionstüchtig werden kann. Die Bahn hat bislang Hunderte Millionen Euro für externe Beraterfirmen ausgegeben. Der Vorstand wäre gut beraten, diesmal auf seine Beschäftigten zu hören.

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