Werbung

Bahn und EVG verhandeln weiter

Gewerkschaft will 7,5 Prozent mehr Gehalt - das will die Deutsche Bahn bisher nicht bieten

  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Die Tarifverhandlungen für rund 160.000 Mitarbeiter der Deutschen Bahn gehen am Dienstag weiter. Der Tarifkonflikt mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) war am Montag eskaliert. Mit einem Warnstreik legte die EVG große Teile des Zugverkehrs stundenlang lahm. Nun treffen sich beide Seiten am Nachmittag in Berlin wieder am Verhandlungstisch.

Nach Angaben der Bahn kommt es jedoch im Laufe des Tages noch zu einzelnen Zugverspätungen und -ausfällen im Fernverkehr. Der Grund: Züge und Personal seien nach dem vierstündigen Warnstreik nicht dort, wo sie nach Fahrplan sein sollten. Reisende sollten deshalb kurz vor ihrer Fahrt prüfen, ob und wann ihr Zug tatsächlich fährt. Der Regional- und S-Bahn-Verkehr soll laut Bahn wieder nach Plan fahren.

»Mit dem Warnstreik haben unsere Kolleginnen und Kollegen in imposanter Weise deutlich gemacht, wie ernst es Ihnen mit ihren Forderungen ist«, sagte die Verhandlungsführerin der EVG, Regina Rusch-Ziemba. »Das bestärkt uns in unseren Verhandlungen.«

Vor dem Treffen mit der EVG kommt die Bahn mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in Eisenach zusammen. Dort tagen auch turnusmäßig Hauptvorstand und Bundestarifkommission der GDL. Bahn und GDL hoffen erklärtermaßen auf einen Abschluss. Zuletzt fehlte noch eine Verständigung über die Lohnerhöhung. Bahn-Personalvorstand Martin Seiler sah die Verhandlungen nach dem jüngsten Treffen am Samstag »kurz vor dem Ziel«.

Der vierstündige Warnstreik der EVG am Montagmorgen hatte Millionen Fahrgäste getroffen. Vor der Wiederaufnahme der unterbrochenen Tarifverhandlungen sagte EVG-Verhandlungsführerin Rusch-Ziemba: »Unser oberstes Ziel ist, am Verhandlungstisch ein Ergebnis zu erreichen.« DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: »Ich erwarte, dass der Bahnvorstand endlich ein ordentliches Angebot auf den Tisch legt.«

Die EVG war wie die GDL mit einer Forderung nach 7,5 Prozent mehr Einkommen in die Tarifrunde eingestiegen. Die Bahn hatte ihr neben einer Einmalzahlung von 500 Euro eine Entgelt-Erhöhung in zwei Stufen angeboten: 2,5 Prozent zum 1. März 2019, weitere 2,6 Prozent zum 1. Januar 2020, bei einer Vertragslaufzeit von 29 Monaten. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!