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Deutsche Waffen töten Kinder

Jana Frielinghaus über die Verantwortung der BRD für den Krieg in Jemen

  • Von Jana Frielinghaus
  • Lesedauer: 1 Min.

UNICEF hat am Dienstag den Bürgern gedankt, die für Kinder in Not gespendet haben - und sie aufgefordert, weiter Geld zu geben. Am größten ist die Not derzeit in Jemen. Das Kinderhilfswerk und andere UN-Organisationen wirken als Reparaturtrupp in einer von Kriegen geprägten Welt. Sie retten Leben und schaffen ein Minimum an Normalität für die Opfer militärischer Auseinandersetzungen. Doch diese Konflikte werden von den großen Demokratien maßgeblich gefördert, die zugleich die wichtigsten Financiers der UNO sind. Auch aus Deutschland kommt ein erheblicher Anteil der Mordwerkzeuge, die in militärischen Konflikten rund um den Globus zum Einsatz kommen, so auch in Jemen.

Die Bundesregierung hat bis vor wenigen Wochen weiter Exporte deutscher Waffenschmieden genehmigt. Und seit sie diese nach dem Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi ausgesetzt hat, laufen die Deals eben über ausländische Tochterfirmen von Rheinmetall und Co. Die zuständigen Ministerien argumentieren gern mit den Jobs, die Exportverbote kosten könnten. Dabei wäre es kein Hexenwerk, für die etwa 55.000 Beschäftigten der deutschen Rüstungsindustrie andere Arbeitsplätze zu schaffen. Tun die Verantwortlichen nichts, sind sie weiter mitschuldig an Leid und Tod Hunderttausender Kinder, nicht nur in Jemen.

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