Werbung

Wachsen oder weichen

Haidy Damm über den künftigen Freihandel zwischen der EU und Japan

  • Von Haidy Damm
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Es ist das größte Freihandelsabkommen der Welt. Dafür haben die Verhandlungen gar nicht so lange gedauert. Das lag wohl auch daran, dass die EU-Kommission ziemlich hinter verschlossenen Türen verhandelt hat. Mangelnde Transparenz war in der letzten Debatte im EU-Parlament nur einer der Kritikpunkte von Abgeordneten. Doch ein Großteil hat für JEFTA - das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan - gestimmt.

Sicher haben die Debatten um Protektionismus à la Trump und dessen ständige Drohungen mit Handelskrieg es den Befürworter*innen leichter gemacht, Zustimmung zu erhalten. Immer wieder wiesen sie auf die große symbolische Bedeutung für die Wirtschaftsbeziehungen der Zukunft hin.

Ganz konkret aber wird das Freihandelsabkommen vor allem für Japans Landwirtschaft negative Auswirkungen haben. Massenweise Milch und Fleisch aus Europa sollen jetzt zollfrei nach Japan exportiert werden können. Japanische Kleinbauern fürchten um ihre lokalen Märkte und Erzeugerpreise. Ihre Sorgen sind berechtigt, wie andere Beispiele aus Europas Exportstrategie zeigen - wie etwa der zerstörte Geflügelmarkt in Ghana. Doch auch für Europas Landwirte winkt nicht das große Geld. Die zusätzlichen Exporte werden die Preise hierzulande weiter unter Druck setzen. Wachse oder weiche - das gilt für die Kleinbauern auf beiden Seiten.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!