Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

578 Angriffe auf Muslime und Moscheen seit Jahresbeginn

Weniger Attacken auf Muslime als im vergangenen Jahr / Anzahl der Verletzten gestiegen

  • Lesedauer: 2 Min.

Osnabrück. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres wurden 578 Angriffe auf Muslime und muslimische Einrichtungen gezählt. Das sind weniger Attacken als im selben Vorjahreszeitraum. Allerdings wurden bei den diesjährigen Übergriffen mehr Menschen verletzt, wie aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, über die die »Neue Osnabrücker Zeitung« berichtet. Von Januar bis September 2017 zählten die Behörden demnach rund 780 islamfeindliche Straftaten. In beinahe allen Fällen sei davon auszugehen, dass es sich bei den Tätern um Neonazis handele.

In diesem Jahr wurden bereits 40 Menschen bei Übergriffen verletzt, wie das Innenministerium berichtete. Das sei eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als im gleichen Zeitraum 27 und im Gesamtjahr insgesamt 32 Verletzte gemeldet wurden.

Im dritten Quartal 2018 habe es 190 muslimfeindliche Straftaten gegeben. Zumeist habe es sich um Beleidigungen und Beschimpfungen gehandelt, es sei aber auch zu Nötigungen gekommen. Die Polizei habe zudem Sachbeschädigungen und Schmierereien registriert.

Aus Sicht der Innenpolitikerin der LINKEN, Ulla Jelpke, hat sich der Umgang mit Muslimen auch im politischen Bereich verschlechtert: »Muslime werden gedemütigt, ausgegrenzt und der Islam als nicht zu Deutschland gehörig betrachtet.« Sie forderte in der »Neuen Osnabrücker Zeitung«, dem entgegenzutreten. epd/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln