Zusätzliche Hürden vor der Psychotherapie

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz hat Minister Spahn die gesamte Ärzteschaft gegen sich aufgebracht

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will eigenen Angaben zufolge für eine bessere Versorgung der Patienten sorgen. Bei dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) gehe es um »konkrete und im Alltag spürbare Verbesserungen« für die Patienten, warb Spahn am Donnerstag bei der ersten Lesung für sein Gesetzesvorhaben im Bundestag. So ist eine Erhöhung der wöchentlichen Mindestsprechstundenzeit von derzeit 20 auf 25 Stunden vorgesehen. Bestimmte Arztgruppen sollen zudem fünf Stunden pro Woche anbieten, in denen Patienten keinen Termin benötigen. Doch bei einem umstrittenen Passus zu Psychotherapien bekommt Spahn auch vom Koalitionspartner SPD Gegenwind.

Schon bei Bekanntwerden von Sphans Plänen gab es einen Aufschrei der Ärzte, die eine entsprechende zusätzliche Honorierung forderten. Ihre massive Kritik wiederholten die niedergelassenen Ärzte erneut Ende voriger Woche. Das Gesetz beleidige die »Würde des ganzen Berufsstandes« un...

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