Der Unerlöste

Der Schriftsteller Wilhelm Genazino ist tot. Ein Nachruf

  • Von Thomas Blum
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Fiele morgen die Entscheidung, dass Wilhelm Genazinos pathosfreie Romane verfilmt werden sollen, so wünschte man, der wunderbare Filmregisseur Jaques Tati lebte noch und hätte Gelegenheit dazu. Den liebevollen Blick fürs absonderliche Detail im vermeintlich schnöde Alltäglichen, das träumerische Einzelgängertum inmitten einer rastlosen Betriebsamkeit und die Neigung zu einer mit unerschütterlicher Langsamkeit zelebrierten Komik hätten beide gemeinsam gehabt.

In Deutschland konnte der stille Humorist Genazino - neben ähnlich still vor sich hin arbeitenden Genies wie dem unvergleichlichen Ror Wolf - als einer der wenigen Autoren gelten, deren Werk Dauer beanspruchen darf.

Oft erzählte Genazino von der Vergeblichkeit der Liebe, der Flüchtigkeit und traurigen Gewöhnlichkeit der Sexualität und des Alterns. Und immer auch von der s...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 384 Wörter (2737 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.