Werbung

Schonungslos wehrhaft

Markus Drescher über Demokratie und Aufklärung rechter Umtriebe

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Rechtsextreme bei der Polizei: Schonungslos wehrhaft

Rechtsextremes Gedankengut bei deutschen Sicherheitsbehörden? Überrascht hoffentlich niemanden mehr. Zu lang ist die Liste sogenannter Einzelfälle, in denen Polizisten, Soldaten und »Verfassungsschützer« derartig auffällig wurden. Dass angebliche Gesetzeshüter aber ihre dienstlichen Möglichkeiten genutzt haben sollen, um Angst und Schrecken zu verbreiten, darüber darf man durchaus »erschrocken«, »erschüttert« und »erbost« sein - denn das wäre letztendlich nicht mehr und nicht weniger als das Kerngeschäft des Terrorismus.

Anstatt also wie in so vielen anderen Fällen zuerst um das Image der Polizei zu bangen, das Problem kleinzureden oder nach Abschluss des »Einzelfalls« zur Tagesordnung überzugehen, wäre es endlich an der Zeit, dass sich diese Demokratie auch schonungslos wehrhaft gegenüber mutmaßlichen Staatsfeinden in Uniform zeigt. Jedes Wegschauen, Verharmlosen oder Vertuschen auch weniger gravierender Fälle ermutigt und bestärkt jene, die Verfassung, Recht und Gesetz hüten und schützen sollen, sich aber tatsächlich dagegen stellen.

Auch dass in dem aktuellen Fall auf den NSU Bezug genommen worden sein soll, ist kein Zufall, sondern Beleg für die Strahlkraft für rechte Kreise, die von dem bis heute bestenfalls bruchstückhaft aufgeklärten und noch weniger gesühnten Terrorkomplex ausgeht. Und dafür, welche Gefahren für die Stabilität der Demokratie durch derartige »Aufklärungsarbeit« bisher willentlich in Kauf genommen wurden.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen