Werbung

Tabakindustrie soll für weggeworfene Zigaretten zahlen

Umweltministerin Schulze will Tabakkonzerne für die Reinigungskosten weggworfener Kippen zur Kasse bitten

  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will die Tabakindustrie künftig an den Kosten für Reinigungsarbeiten wegen weggeworfener Zigaretten beteiligen. Wer Wegwerfartikel wie Zigaretten herstelle, werde künftig mehr Verantwortung für den Müll übernehmen müssen, erklärte Schulze den Zeitungen der Funke Mediengruppe. So könnte die Zigarettenindustrie etwa an den Kosten für die Reinigung von Stränden oder Parks beteiligt werden. Dafür werde sie sich bei der EU einsetzen.

Das Europaparlament hatte zuerst eine Kostenbeteiligung der Tabakbranche als verschärfende Maßnahme zur geplanten Einweg-Plastik-Richtlinie gefordert. Über die Richtlinie diskutieren am Dienstag die EU-Kommission, das Europaparlament und der Ministerrat. Schulze äußerte die Hoffnung, dass »noch in diesem Jahr ein europaweites Verbot von überflüssigem Einweg-Plastik auf den Weg« gebracht werde. Dabei sei Europa nicht alleine gefordert. Stattdessen müsse man »weltweit zu drastischeren Mitteln greifen als bisher«, sagte die Ministerin.

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter forderte »ein klares Vermeidungsziel für Einwegplastik und verbindliche Maßnahmen, um Hersteller in die Pflicht zu nehmen«. Notwendig seien ein Stopp von Mikroplastik in Kosmetik oder eine Abgabe auf Plastiktüten, Einweg-Verpackungen und Einwegkaffeebecher, so Hofreiter gegenüber den Funke-Zeitungen. Die Bundesregierung müsse »den billigen Worten auch handfeste Taten folgen lassen«. nd/epd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen