Werbung

Präzedenzfall Kosovo

Eine eigene Armee verschärft den Konflikt mit Serbien, meint Felix Jaitner

  • Von Felix Jaitner
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Kosovo plant, eine eigene Armee aufzustellen. Zwar dürfte es noch einige Zeit dauern, bis die neuen Streitkräfte einsatzfähig sind, doch die Ankündigung heizt den gewaltsam beendeten, aber nie gelösten Konflikt zwischen Serbien und Kosovo weiter an. Der Grund liegt weniger in der realen Bedrohung, die von der 5000 Mann starken Truppe für Serbien ausgeht, sondern in den fortgesetzten Völkerrechtsbrüchen, die den Kosovo-Krieg von Anfang an begleiten.

Weder die Bombardierung Jugoslawiens durch die NATO im Jahr 1999 noch die Unabhängigkeitserklärung Kosovos 2008 waren vom UN-Sicherheitsrat gedeckt. Diese Schritte begründeten eine Ära subjektiver Völkerrechtsinterpretation durch die internationalen Großmächte. Es sei daran erinnert, dass Russland das eigene Vorgehen auf der Krim mit dem Präzedenzfall Kosovo begründet. Eine eigenständige kosovarische Armee steht im Widerspruch zu der immer noch gültigen UN-Resolution 1244 aus dem Jahr 1999, mit der der blutige Kosovo-Krieg beendet wurde. Diese übertrug der internationalen Kosovo-Friedenstruppe KFOR das Mandat zur Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung. Eine Lösung des Konfliktes kann nur gelingen, wenn alle Konfliktparteien das Völkerrecht akzeptieren, anstatt es den eigenen Interessen gemäß auszulegen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen