Das braucht Freiraum im Kopf

Ein Erzgebirger »Männelmacher« will Zeit haben, um seine Produkte zu gestalten

  • Von Claudia Drescher, Annaberg-Buchholz
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

»Bitte nur mit den Augen berühren« steht auf einem Schildchen neben der minimalistisch anmutenden Pyramide: Ein Holzkegel, ein schlichtes Flügelrad aus rostfreiem Edelstahl. Maserung und handgearbeitete Strukturen spielen im Kerzenschein mit Licht und Schatten. Erzgebirgische Volkskunst auf das Wesentliche reduziert - das ist ein Gestaltungsansatz von Gunnar Horatzscheck. Dreht man sich in seinem neuen Laden in der Mittelgasse im sächsischen Annaberg-Buchholz um 180 Grad, trifft Moderne auf Tradition. »Zwischen beiden Ladenhälften liegen etwa 180 Jahre. Die traditionellen Figuren beruhen auf Entwürfen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts«, erläutert der Kunsthandwerker. Doch auch die mit Blattgold verzierten Engel, Bergmänner oder Lichtertürken des Drechslermeisters wirken durch die klare Linienführung alles andere als verstaubt.

Aufwendig gearbeitete Pyramiden und Deckenleuchter in leuchtenden Farben vervollständigen das Sortiment. »Von ...


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