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Ein bisschen Optimismus

Simon Poelchau über den Wirtschaftsbericht der Europäischen Zentralbank

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

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Deutschland erlebt derzeit einen der längsten Aufschwünge der Nachkriegsgeschichte. Dass sich die Aussichten da mittlerweile etwas eintrüben, ist natürlich. Doch dass nun auch in der gesamten Eurozone die Konjunktur zu schwächeln beginnt, ist besorgniserregender. Deswegen ist es alles andere als ein gutes Zeichen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Prognose für die Währungsunion für die kommenden beiden Jahre in ihrem Wirtschaftsbericht jetzt senkte.

Zwar geht die EZB davon aus, dass die Wirtschaft der Eurozone weiterhin wachsen wird, doch fragt man sich, ob dahinter nicht auch ein bisschen Zweckoptimismus steckt. Schließlich beendet die Zentralbank zum Jahreswechsel ihr milliardenschweres Anleihenkaufprogramm. Da käme eine Abschwächung der Konjunktur zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Dabei wirkt die Eurokrise durchaus noch fort. In Griechenland und Spanien etwa ist die Arbeitslosigkeit weiterhin sehr viel höher als zu Vorkrisenzeiten. Und das nächste Jahr ist voller Risiken. Man weiß nicht, wie es in Sachen Brexit weiter geht und die globalen Handelsstreitigkeiten könnten jederzeit wieder aufflammen, um nur zwei Unwägbarkeiten zu nennen.

So braucht es zumindest ein bisschen Optimismus, will man für das kommende Jahr und die Eurozone nicht schwarz sehen.

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