Sudan steht an einem Wendepunkt

Die politische Aktivistin Shadia Abdelmoneim über die Proteste gegen Langzeitherrscher Omar al-Bashir

  • Von Eleonora Roldán Mendívil
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Die aktuellen Proteste in Sudan haben es in die Nachrichten hierzulande geschafft. Können Sie die politische Situation beschreiben?

Es ist das größte Ausmaß der Krise in Sudan seit dem Putsch unter der Führung von Präsident Omar Hassan al-Bashir im Juni 1989. Die zusammenbrechende Wirtschaft, die anhaltenden bewaffneten Konflikte zwischen dem Regime und den bewaffneten Bewegungen in den Staaten Darfur, Süd-Kordofan und Blauer Nil, die endemische Korruption und der Machtkampf innerhalb des Regimes haben das Land an einen Wendepunkt gebracht. In mehr als 20 Großstädten im Sudan, darunter auch in der Hauptstadt Khartum, explodierten am 19. September Massenproteste gegen Hunger und Korruption. Dies ist die Folge des Zusammenbruchs der Wirtschaft und des Fehlens des jährlichen Staatshaushalts, der das Leben der durchschnittlichen sudanesischen Bürgerinnen und Bürger unerträglich gemacht hat. Die Preise für Grundnahrungsmittel und Rohst...


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