Moscheesteuer

Nützliche Debatte

Uwe Kalbe über die Einführung einer Moscheesteuer

Von Uwe Kalbe

Eine Moscheesteuer wird derzeit diskutiert, wie es eine Kirchensteuer längst gibt. Die Debatte rührt nicht aus dem Wunsch, die Religion der Muslime der der Christen institutionell gleichzustellen. Sondern aus der Absicht, den Einfluss ausländischer Finanzierer auf hiesige Muslimverbände zurückzudrängen. Das Ergebnis könnte dennoch zur Gleichstellung beitragen. Dazu führen, dass Moscheen als Teil der deutschen Gesellschaft besser akzeptiert werden, wenn sie von dieser auch finanziert werden.

Die Kirchensteuer ist Teil der Verquickungen des Staates mit den Kirchen. Es wäre kaum wünschenswert, statt dies zu beenden dem Islam eine ähnliche Privilegierung zu verschaffen. Ohnehin sind Moscheegemeinden ein diffuser Verhandlungspartner. Sie sind eher zufällige Zusammenschlüsse, nicht einmal ihre Zahl ist bekannt. Die Gesellschaft hat ein Interesse, dass Moscheen gebaut und unterhalten, Religionslehrer hier bezahlt werden können und nicht aus der Türkei geschickt werden. Ob dafür Steuermittel aufgewendet, Spenden gesammelt oder eine Stiftung gegründet werden sollte oder ob eine Kombination der beste Weg wäre, kann die Debatte zu klären versuchen. Gut ist deshalb, dass sie in Gang kommt.