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Utopie und Frühling

Windfrisch ins Lagerfeuer pusten: Peter Slotderdijks Notizen von 2011 bis 2013

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Ist das nicht ein genialer Satz, den Peter Sloterdijk da anbietet? Denken ist: »Feuer in Papiertüten transportieren.« Sowas lese ich und bin für eine Weile begeistert erledigt. Der Satz ist Verstiegenheit - und Vergeblichkeit. Ist Ehrenrettung einer geistiger Brand-Stiftung der so ganz anderen, menschwürdigen Art: Zünden muss, was im Hirn Funken schlägt, gegen die Löschpapiertiger des Konsenses, der Korrektheit. Der Geist muss durchbrennen, wo Standpunktfestungen gebaut werden. Rundum so viel Diskurs-Asche, so wenig Gedanken-Glimmen. Wohltat: Peter Sloterdijk denkt so als puste er windfrisch ins müde Lager-Feuer.

Er ist kein Moralist, er ist spielerisch. Ein philosophischer Erzähler, ein erzählender Philosoph. Es werde heute längst nicht mehr, so schreibt er, am Meisterplan eines homogenen Geschichtsmodells gearbeitet - »eine beruhigende Tatsache«. Seine Ansicht zur linken Revolution: Man mache sie »nicht im Namen der Gier, sondern des...


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