Energiewende im Ostseeraum

Russland setzt in Kaliningrad künftig auf Flüssiggas, die baltischen Staaten bauen auf die USA und die EU

  • Von Bernd Schröder
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Russland macht sich Sorgen über die Sicherheit der Pipelineversorgung Kaliningrads.

In Kaliningrad wurde am Dienstag Russlands erste Flüssigerdgas-Importanlage in Anwesenheit von Präsident Wladimir Putin in Dienst gestellt. Bei der Energieversorgung der strategisch wichtigen Ostsee-Exklave will Russland nicht länger auf den Gastransport durch das EU- und NATO-Land Litauen abhängig sein. Leitungen seien beim Gastransport zwar wirtschaftlicher, sagte Putin. »Doch für das Gebiet Kaliningrad geht es um Reservekapazitäten, mit denen alle Transitrisiken minimiert, oder genauer gesagt, völlig ausgeschaltet werden«, sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Über das Terminal können jährlich 3,7 Milliarden Kubikmeter Erdgas geliefert werden. Damit seien der gegenwärtige Bedarf im Gebiet Kaliningrad wie auch ein möglicher höherer Bedarf in der Zukunft abgedeckt, teilte der Betreiber Gazprom mit. Bei dem Projekt liefert der Tanker »Marschall Wassilewski« flüssiges Erdgas (LNG) über See an. Er hatte seine erste Ladung im Novemb...

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