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Das Problem ist hausgemacht

Marie Frank weiß eine Lösung für den Mangel an Fachkräften

  • Von Marie Frank
  • Lesedauer: 1 Min.

»Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen« - Diese Binsenweisheit ist so einfach wie wahr. Nur Unternehmen wollen sie offenbar nicht zur Kenntnis nehmen. Seit Jahrzehnten lamentieren sie über den Fachkräftemangel, zuletzt bei der Jahrespressekonferenz der Unternehmerverbände Berlin-Brandenburg. Obwohl die Betriebe ihr Angebot an Ausbildungsplätzen ausgeweitet hätten, gelinge es nicht, die Stellen zu besetzen. Schuld daran sind natürlich die anderen: Die Schulen, deren Unterrichtsqualität zu schlecht ist und natürlich die Auszubildenden, denen schlicht die »Ausbildungsreife« fehle.

Das Problem sind jedoch keineswegs die Auszubildenden, sondern die Unternehmen selbst. Wer jahrelang, wie etwa der Pflegebereich, Probleme hat, Nachwuchs zu finden, könnte ja mal auf die Idee kommen, dass das eventuell an den Arbeitsbedingungen liegen könnte. Wo Auszubildende eigentlich etwas lernen sollen, werden sie häufig als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Bei den derzeitigen, teils miserablen Verhältnissen für Azubis, sollten die Unternehmen froh sein, wenn überhaupt jemand für sie arbeiten will. Trotzdem wird von den Bewerber*innen verlangt, dass sie mindestens mit einem Abitur aufwarten und am besten sowieso schon alles können. Wer jedoch Fachkräfte will, muss auch in sie investieren, und zwar durch eine qualifizierte Ausbildung und eine anständige Bezahlung.

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