Werbung

Sauberes Trinkwasser rückt in greifbare Nähe

In Süd-Kivu in der DR Kongo wird mit Spendengeldern die erste zentrale Entnahmestelle gebaut

  • Von Luise Will, SODI
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser wird 2019 ausgebaut.
Der Zugang zu sauberem Trinkwasser wird 2019 ausgebaut.

Gesundheit gehört zu den am häufigsten genannten Wünschen, die wir uns gegenseitig für das neue Jahr mit auf den Weg geben. In Süd-Kivu macht sich SODIs Partnerorganisation UGEAFI die dringend notwendige Verbesserung der Gesundheitssituation der Menschen zum zentralen Vorsatz und kämpft dafür, dass wasserbedingte Krankheiten wie Cholera der Vergangenheit angehören.

UGEAFI beginnt das neue Jahr mit dem Bau der ersten zentralen Entnahmestellen für sauberes Trinkwasser. Für 76 000 Menschen in der ostkongolesischen Provinz Süd-Kivu wird dies enorme Veränderungen mit sich bringen: keine stundenlangen Wege mehr zu Quellen, mehr Zeit für Schule, Beruf und Feld und die Reduzierung des Risikos, sich durch die Vielfachnutzung des Kivu-See-Wassers mit Krankheiten zu infizieren.

Parallel zum Bau der Entnahmestelle werden 2019 die ersten der insgesamt 21 Wasser-Management-Komitees ausgebildet, die während, aber besonders nach Projektende technisch und organisatorisch für den Zugang zu sauberem Trinkwasser Sorge tragen und gleichzeitig die Bevölkerung über wasserbezogene Hygiene aufklären. Im Einverständnis mit der Bevölkerung werden die Komitees, jeweils bestehend aus fünf Dorfbewohner*innen, geringe Beiträge für das Abfüllen der Kanister mit sauberem Trinkwasser erheben. Dies ermöglicht das Betreiben der Entnahmestellen und notwendige Wartungen und Reparaturen der Wasserquellen und Rohrleitungen. Gleichzeitig regeln die Komitees die Uhrzeiten der Wasserentnahme, vermeiden Chaos bei der Nutzung, halten die Quellen hygienisch sauber und schützen die Wasserentnahmestellen vor mutwilliger Zerstörung. Künftig sollen die Wasser-Management-Komitees strukturell mit den staatlichen Behörden kooperieren und in der Region eine stabile Wasserversorgung gewährleisten.

Sicherheit und Stabilität sind die beiden Anliegen, welche die Menschen in der krisengebeutelten Provinz Süd-Kivu und in der ganzen Demokratischen Republik Kongo hauptsächlich umtreiben. Um beides müssen sie derzeit erneut bangen: Nachdem der Wahlgang mit einer Woche Verzögerung stattfand, war danach der Zugang zum Internet beinah landesweit unterbunden, es wurden keine Hochrechnungen veröffentlicht. Deswegen machte sich Unruhe in der Bevölkerung breit. Die Angst vor Wahlbetrug und gewaltsamen politischen Ausschreitungen geht um. Daran kann die Erklärung der Wahlkommisssion, dass der oppositionelle Kandidat Felix Tshisekedi knapp gewonnen hat, vorerst nichts ändern, denn der knapp Unterlegene Martin Fayulu spricht von Wahlbetrug.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen