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Der Gottesmutter am Schleier gezupft

Die Alte Pinakothek in München feiert den Bilderboom der florentinischen Renaissance

  • Von Georg Leisten
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Banken haben normalerweise nichts zu verschenken. Aber sie tun gerne so. In dieser Hinsicht sorgte Sandro Botticelli mit seiner »Anbetung des Kindes durch die Heiligen Drei Könige« für die perfekte PR-Aktion. Verlieh er doch den morgenländischen Gabenbringern die Züge von Angehörigen des Medici-Clans. Mit ihren Geldgeschäften war die toskanische Dynastie zur einflussreichsten Institution in Italien der frühen Neuzeit aufgestiegen.

Die Uffizien in Florenz, wo das Krippenspiel mit Frühkapitalisten sonst hängt, haben die um 1475 entstandene Tafel nun auf die andere Seite der Alpen geschickt. In Münchens Alter Pinakothek fungiert Botticellis Dreikönigstheater als Aufmacherbild einer prachtvollen Themenschau über die Stadt am Arno und die Epoche, die von dort ihren Ausgang nahm: die Renaissance. Im Zeichen einer wiedergeborenen Antike erfand der Mensch sich neu. Als modernes Individuum, das seine Stellung in der Welt auch gerne nach außen t...


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