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Gerichtsvollzieher leben gefährlich

Einzelne Schuldeneintreiber verzichten lieber darauf, rabiate »Reichsbürger« aufzusuchen

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

»Die gehen los und kleben ihren Kuckuck auf den Flachbildfernseher und der wird dann gepfändet.« So wie viele Menschen stellte sich auch Landesrechnungshofpräsident Christoph Weiser die Tätigkeit von Gerichtsvollziehern vor - bis er den Bericht las, den seine Untergebenen über das Gerichtsvollzieherwesen des Landes Brandenburg verfasst haben. Am Freitag wurde dieser Bericht an Landtagspräsidentin Britta Stark (SPD) übergeben.

Aus dem 39 Seiten umfassenden Papier geht hervor, dass sich das Berufsbild des Gerichtsvollziehers in den zurückliegenden Jahren einschneidend verändert hat. Die Pfändung und Verwertung beweglichen Vermögens biete, so heißt es, praktisch keine Möglichkeit mehr, Schulden einzutreiben. Versteigerungen machten im Jahr 2017 nur noch 0,008 Prozent der Geschäftstätigkeit der Gerichtsvollzieher aus. Aus dem klassischen Schuldeneintreiber ist ein Ermittler geworden, der Auskünfte über Vermögen einholt und der sogar F...


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