Werbung
  • Politik
  • Migrantenkarawane in Mittelamerika

Weitere Karawane Richtung USA

Startort ist die honduranischen Stadt San Pedro Sula / Ein weiterer Zug startet in El Salvador

  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

San Pedro Sula. Wieder wollen sich zahlreiche Menschen aus Mittelamerika in einer Migrantenkarawane auf den Weg Richtung USA aufmachen. Am Dienstag sollte der Treck am frühen Morgen von der honduranischen Stadt San Pedro Sula aus losziehen, hieß es in einem Aufruf, der in den sozialen Medien kursierte. »Wir suchen Schutz. In Honduras bringt man uns um,« hieß es in dem Schreiben, das nicht namentlich gekennzeichnet ist.

Experten gehen davon aus, dass sich der Karawane zahlreiche Menschen anschließen werden. »Nach unseren Informationen wird das eine Megakarawane, an der auch viele Kinder teilnehmen, die Opfer der Kriminalität und Vertreibung geworden sind«, erklärte Jaime Flores von der Kinderhilfsorganisation Casa Alianza in der honduranischen Zeitung »La Tribuna«. 15.000 Menschen könnten sich an dem Treck beteiligen.

Nach Angaben der Unterstützergruppe »Pueblo sin Fronteras« wird sich auch in El Salvador ein Zug formieren. In den vergangenen drei Monaten zogen etwa zehntausend Menschen aus Honduras, El Salvador und Guatemala in vier Karawanen aus Mittelamerika durch Mexiko an die US- Grenze. Ein Teil von ihnen hängt seither in der mexikanischen Grenzmetropole Tijuana fest. Die Migranten hoffen darauf, in die Vereinigten Staaten einreisen zu können. Manche haben in den USA politisches Asyl beantragt, andere suchen Arbeit in Mexiko. Mehrere tausend sind wieder in ihre alte Heimat zurückgekehrt.

Angesichts der geplanten Karawane hat die mexikanische Innenministerin Olga Sánchez Cordero bereits vergangene Woche eine neue Einreisepolitik angekündigt. Man werde die Präsenz von Migrationsbeamten an der Grenze erhöhen, um illegale Überschreitungen zu verhindern, erklärte sie. Wer die Grenze widerrechtlich überquere und sich nicht registrieren lasse, werde abgeschoben.

Zugleich bereiteten sich die Behörden darauf vor, dass die Karawane sicher und geordnet einreisen könnten, sagte Sánchez. »Migranten sind keine Kriminellen und erst recht keine Sicherheitsbedrohung für Mexiko oder die USA«, sagte sie. US-Präsidenten Donald Trump hatte die Menschen, die vor Armut und Gewalt aus ihrer Heimat flüchten, als Drogenhändler und Verbrecher beschimpft. epd/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen