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Hunderte protestieren gegen Mahnwache für Magnitz

Polizei weist nach Veröffentlichung von Video zum Vorfall Manipulationsvorwürfe zurück

  • Lesedauer: 2 Min.

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Bremen. Eine Woche nach dem Angriff auf den AfD-Politiker Frank Magnitz haben nach Polizeiangaben am Montagabend in Bremen rund 20 Menschen mit einer Mahnwache an den Überfall erinnert. Zugleich versammelten sich etwa 550 Gegendemonstranten. Die Polizei sicherte die Kundgebungen mit einem Großaufgebot ab.

Zu der Mahnwache hatte das umstrittene Bündnis »Demokraten gegen Gewalt« aufgerufen. Die Teilnehmer entzündeten in der Nähe des Tatorts Kerzen. Die Gegendemonstration stand unter der Überschrift »Gegen Lügen und rechte Hetze«. Bis zum Ende der Kundgebungen sei es zu keinen Zwischenfällen gekommen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften am Goetheplatz aufgezogen, um Auseinandersetzungen zwischen linken und rechten Demonstranten zu verhindern.

Nach beiden Kundgebungen registrierte die Polizei in der Nähe eine Körperverletzung, Opfer sei ein Teilnehmer der Mahnwache gewesen. Die Ermittlungen dazu dauerten an, teilte die Polizei mit, die zunächst keine Details nannte.

Magnitz war am Montag vergangener Woche von Unbekannten niedergeschlagen und am Kopf verletzt worden. Zunächst hatte die Bremer AfD mitgeteilt, ihr Bundestagsabgeordneter und Landesvorsitzender sei mit einem Kantholz attackiert und am Boden liegend noch getreten worden. Dem widersprach die Polizei.

Sie veröffentlichte zur Fahndung nach den bislang unbekannten Tätern ein Video des Angriffs. Darauf ist zu sehen, wie eine Person eines Trios Magnitz von hinten schlägt, so dass dieser stürzt. Anschließend flüchteten die Täter. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Die AfD bezeichnete das Video danach als wenig aussagekräftig. Das Media-Team der Bremer Polizei hat am Wochenende unter anderem »in eigener Sache« getwittert, Manipulationsvorwürfe zu dem Video entbehrten jeglicher Grundlage. Es seien alle »tatrelevanten Sequenzen« ins Netz gestellt worden, sagte eine Sprecherin am Sonntag. Die zweite Kamera sei erst durch einen Bewegungsmelder angesprungen, deshalb sei kein Vorlauf zu sehen.

Bei den Ermittlern gingen bisher 140 Hinweise ein. Ob darunter auch welche auf die Täter seien, wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag nicht sagen. Er äußerte sich ebenfalls nicht dazu, ob es neue Erkenntnisse zum Motiv gibt. Agenturen/nd

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