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Der richtige Maßstab

Ines Wallrodt über gleichen Lohn für gleiche Arbeit, auch an Flughäfen

  • Von Ines Wallrodt
  • Lesedauer: 1 Min.

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Zeigen Streiks Wirkung, ist das Geschrei immer groß. Dabei sind es seit fünf Jahren die ersten großen Arbeitsniederlegungen von Sicherheitsleuten an Flughäfen. Mehr als 1800 Tage war Ruhe. Und selbst wenn es anders wäre: Ein Streik, den niemand merkt, bringt nichts. Was wirtschaftlich nicht weh tut, hat es schwer. Kitaerzieherinnen könnten ein Lied davon singen.

Die Ausstände an deutschen Flughäfen beeinträchtigen den Flugverkehr einige Tage, die Lohnprozente am Ende dieser Tarifrunde bestimmen dagegen das Leben von 15.000 Sicherheitsleuten in den kommenden Jahren. Können sie die Mieterhöhung bezahlen? Wie hoch wird die Rente? Bleibt etwas übrig, um selbst einmal in den Urlaub zu fliegen?

Und noch etwas geht in dem Geschrei der Arbeitgeber unter: Wenn ver.di nun einheitlich 20 Euro Stundenlohn fordert, dann mag das mancherorts ein Plus von bis zu 44 Prozent sein. Kritik daran fällt jedoch auf die Kritiker zurück: Denn es verweist darauf, wie unterschiedlich die gleiche Arbeit bislang bezahlt wird.

Vor allem im Osten bekommen Kontrolleure an Flughäfen weit weniger als ihre Kollegen im Westen. Diese Ungleichheit soll nun in einem bundeseinheitlichen Tarifvertrag beendet werden. Für einige bedeutet das eine überdurschnittliche Erhöhung - aber sie haben lange genug unterdurchschnittlich verdient.

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