Werbung

Minimalismus

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Das Beste an Alexander Kluge sind seine kurzen Geschichten, die teilweise nicht länger sind als eine Zeitungsmeldung. Das ist die hohe Kunst der »Minimalisten«, früher war das ein Gütebegriff für italienische Fußballkunst. Doch leider sind Kluges Bücher immer zu dick, übervoll mit seinen Geschichten, die darin oft verloren gehen. Sodass man oft meint, man säße wie in den Cartoons von Loriot mit der Familie vor der Waschmaschine, gebannt von der in der Trommel sich drehenden Wäsche als wäre dies das schönste Fernsehprogramm. Erwin Einziger aus Oberösterreich macht es anders: kompakter als Kluge. In seinem 201-Seiten-Buch »Das Wildschwein« versammelt er allerkürzeste Prosastücke von höchster Eleganz. Literatur- und Gesellschaftsdiagnosen, die sich als literarische Notizen tarnen und die der Autor »Arabesken« nennt. Sie handeln von »mopsfidelen Musikanten«, »Gummitstiefelfrauen«, Wasserschweinen auf Java, von »Heinrich von Kleist in Lederhosen« oder von einem »Radrennfahrer aus Lyon«, der in der Walpurgisnacht auf einmal einen Hörsturz erleidet, »der ihn beträchtlich irritierte«. Dem Buch ist unter anderem ein Zitat von Charles Rosen vorangestellt: »Vom restlichen Universum abgesondert, zielt das Fragment trotz allem in die Ferne.« (Jung und Jung, 201 S., geb., 22 €)

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!