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liebe und angst

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Marie ist die beste, die schönste, die lebensklügste, die coolste, die vitalste und die selbstbewussteste Freundin, die sich die namenlose Ich-Erzählerin in »Bis ans Ende, Marie« nur vorstellen kann. Dabei ist sie ganz real, so wie die Ängste und Neurosen der Erzählerin, die Psychologie studiert und nur wenig auf die Reihe kriegt. Schon gar nicht das mit der Liebe, mit den Männern und dem Sex. Immer folgt sie Marie, die in einer Band singt und ihr erzählt, dass sie in den Kneipen und auf den Partys jeden kriegen könnte, sie müsste es nur wollen. Das klingt etwas sehr banal, doch der Grazer Autorin Barbara Rieger ist ein faszinierender Debütroman gelungen. Denn Marie ist für die Erzählerin so real, dass sie ihre gesamte Welt verändert - ins Surreale, Bedrohliche und Abgründige. Ganz ohne Fantasy-, Krimi- und Gothic-Klischee-Quatsch, wie er heute so gerne benutzt wird, sondern lakonisch und präzise erzählt. Man könnte auch »filmisch« dazu sagen und das wäre hier ausnahmsweise ein großes Lob und kein Adjektiv feuilletonistsicher Verlegenheit. Verlegen ist hier nur die Ich-Erzählerin, die immer gefährlicher wird (Kremayr & Scheriau, 208 S.,geb., 19,90 €).

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