Werbung

Offene Arme und enge Herzen

Nelli Tügel über erneute Tragödien im Mittelmeer

  • Von Nelli Tügel
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Schon wieder ist es geschehen. 170 Menschen tot oder vermisst. So lautet die Bilanz eines ganz normalen Wochenendes an den EU-Außengrenzen. Und auch wenn der Eindruck erweckt werden soll, es handele sich bei diesen Unglücken um quasi nicht zu verhütende Naturereignisse, so zeigt sich erneut: Sie sind Folgen bewusster Entscheidungen. Entscheidungen der EU, die ihre angeblichen Werte vor sich her trägt. Entscheidungen der Bundesregierung, die von europäischen Lösungen faselt, aber nicht einmal zu Weihnachten bereit war, 49 auf dem Meer umherirrende Menschen aufzunehmen, obwohl sich über 30 Städte dafür ausgesprochen hatten. Entscheidungen der Regierung in Rom, die keinen Hehl daraus macht, Seenotretter und Geflüchtete bekämpfen zu wollen. Entscheidungen auch der sozialdemokratischen Regierung in Madrid, die sich zu Beginn ihrer Amtszeit großzügig zeigte, inzwischen aber auf EU-Kurs eingeschwenkt ist und seit mehr als einer Woche das private Rettungsschiff »Open Arms« am Auslaufen hindert. Die jüngsten Bootsunglücke haben sich dort ereignet, wo sonst auch die »Open Arms« zu Einsätzen unterwegs ist.

Dass am Samstag in Barcelona 2000 Menschen für die Freilassung des Schiffes demonstrierten, erhält gleichzeitig die Hoffnung am Leben: Denn es gibt nicht nur jene engherzigen Politiker in Europa, die die Verantwortung für die unzähligen Toten im Mittelmeer tragen, sondern auch Menschen, die sich mit diesen Zuständen niemals arrangieren werden.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen