Werbung

Deutsche Umwelthilfe verzeichnet Mitgliederrekord

Der Verein klagt Fahrverbote ein / Vorwürfe: Umwelthilfe schädige den Wirtschaftsstandort Deutschland

  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Kraftfahrzeuge stauen sich auf der B455 in Richtung Mainz. Ein Gerichtsurteil zwingt die Stadt bis zum 1. April 2019 Diesel-Fahrverbote in den städtischen Luftreinhalteplan aufzunehmen und diese auch ab September 2019 umzusetzen, falls bis dahin die Stickoxidwerte nicht unter den Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft sinken. Geklagt hatte die Deutsche Umwelthilfe.
Kraftfahrzeuge stauen sich auf der B455 in Richtung Mainz. Ein Gerichtsurteil zwingt die Stadt bis zum 1. April 2019 Diesel-Fahrverbote in den städtischen Luftreinhalteplan aufzunehmen und diese auch ab September 2019 umzusetzen, falls bis dahin die Stickoxidwerte nicht unter den Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft sinken. Geklagt hatte die Deutsche Umwelthilfe.

Augsburg. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verzeichnet einen neuen Mitgliederrekord. »Die aktuelle Kampagne von Autoindustrie und CDU hat uns so viele neue Mitglieder wie noch nie beschert«, sagte DUH-Chef Jürgen Resch der »Augsburger Allgemeinen« vom Montag. Aktuell hat die DUH demnach 5641 Mitglieder, im September 2018 seien es 4600 Mitglieder gewesen. Die wenigsten sind aber stimmberechtigt.

Selbst von Dieselfahrern erhalte er verstärkt positive Rückmeldungen, sagte Resch der Zeitung. »Viele von ihnen erkennen, dass nicht die Deutsche Umwelthilfe, sondern die Automobilhersteller ihnen eine nicht funktionierende Abgasanlage eingebaut haben.« Der Bundesgeschäftsführer wehrte sich gegen Kritik aus der Politik, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu schädigen. »Sind es nicht die Autokonzerne, die über zwei Jahrzehnte ein kriminelles Kartell bilden und Millionen Autofahrer mit nicht funktionierenden Abgasanlagen schädigen?«

Die DUH klagt in einer Reihe von Städten für saubere Luft und erwirkt vor Gericht ein Fahrverbot nach dem anderen. Erst vergangene Woche hatte die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer der Umwelthilfe einen »Kreuzzug« gegen die Dieseltechnologie vorgeworfen. Die CDU hatte bei ihrem Bundesparteitag im Dezember beschlossen, dass die Gemeinnützigkeit der Umwelthilfe geprüft werden soll. Die Partei will sich zudem dafür einsetzen, dass der Verein keine Mittel mehr aus dem Bundeshaushalt bekommt.

Resch sprach sich in der »Augsburger Allgemeinen« erneut dagegen aus, die Grenzwerte für Stickstoffdioxid nach oben zu korrigieren. Die DUH plädiere für eine Verschärfung. »Die Schweiz hat seit 1986 bereits einen schärferen Grenzwert von 30 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft«, sagte der DUH-Geschäftsführer. »Und diesen halten wir auch für Deutschland für sinnvoll.« AFP/nd

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen