Brasiliens vergessene Kranke

Leprakolonien überdauern ihre eigene Abschaffung, die Betroffenen erhalten oft nur unzureichende Hilfe

  • Von Isaac Risco und Antje Müller, Jacarepaguá
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

»Die Wunden kamen in den 90ern«, sagt Adalberto Coelho und zeigt seine verbundenen Beine. »Jetzt wird es immer schlimmer.« Der 66-Jährige lebt seit 1974 in Curupaiti, einer ehemaligen Kolonie für Leprakranke. Sie liegt in Jacarepaguá, einem Vorort der brasilianischen Millionenstadt Rio de Janeiro. Und gleichzeitig in einer anderen Welt.

Wer zwischen den Gebäuden und kleinen Häusern umherspaziert, der spürt deutlich: Das Leben hier ist sehr hart. Die Mehrheit der Einrichtungen befindet sich in einem schlechten Zustand, einige Gebäude sind verlassen. Curupaiti wurde 1928 gegründet. Wie viele Menschen hier in den niedrigen Häusern am Hang des Berges leben, weiß niemand so genau.

27 000 Menschen haben sich im vergangenen Jahr mit Lepra angesteckt - allein in Brasilien. Das südamerikanische Land liegt damit auf Platz zwei weltweit, hinter Indien mit 126 000 Fällen. Laut der Weltgesundheitsorganisation ist die Zahl der Fälle in Brasilien in de...

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