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Neue Zeiten im Eiskunstlauf

Ohne die Olympiasieger Aljona Sawtschenko und Bruno Massot sind bei den Europameisterschaften schon Plätze unter den ersten Zehn ein Erfolg

  • Von Andreas Schirmer, Minsk
  • Lesedauer: 3 Min.

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Bei Olympia 18., jetzt Hoffnungsträgerin: Nicole Schott
Bei Olympia 18., jetzt Hoffnungsträgerin: Nicole Schott

Für den deutschen Eiskunstlauf beginnt bei den Europameisterschaften in Minsk eine neue und schwere Ära. »An Medaillen können wir nicht denken«, sagte Udo Dönsdorf als Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union DEU vor dem Beginn der Titelkämpfe am Mittwoch. »Wenn wir ein solides Ergebnis erreichen, können wir aber eine gute Basis für die nächsten Saisons vor den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking schaffen.«

Viele Jahre hat Aljona Sawtschenko mit ihren Paarlaufpartnern Robin Szolkowy (2003 bis 2014) und Bruno Massot für Glanz gesorgt. Insgesamt holten sie sechs WM- und vier EM-Titel, bevor sich Sawtschenko mit Massot den Traum vom Olympiagold 2018 in Pyeongchang erfüllte. »Wir werden diese Erfolge nicht mehr erzielen und müssen einen Haken an diese Einmaligkeit machen«, ergänzte Dönsdorf. Dass Sawtschenko und Massot nach der als Wettkampfpause deklarierten Auszeit, in der sie ihr olympisches Gold bei Eisshows versilbern, für Olympia 2022 zurückkehren, ist wenig wahrscheinlich.

Deshalb hofft die DEU in Minsk, zumindest mit Top-Ten-Plätzen bei Männern, Frauen und im Paarlauf einen ordentlichen Neuanfang zu schaffen. 2018 war das nur Nicole Schott mit EM-Platz zehn sowie Annika Hocke und Ruben Blommaert auf Rang acht gelungen. Die Berliner Paarläufer mussten aber ihre Reise zur EM stornieren und den Start absagen, weil der gebürtige Belgier an einer Grippe erkrankt ist. Die viermalige Deutsche Meisterin Schott hat in Nathalie Weinzierl in Belarus immerhin eine nationale Konkurrentin, die ihr den einzigen deutschen Startplatz für die WM im März in Saitama wegschnappen könnte. »Ich will mich für die WM qualifizieren. Da werden Nicole und ich uns nichts schenken«, sagte die 24-jährige Mannheimerin, die bei der EM 2014 schon Achte geworden war.

Um sich in Europas Schlittschuhhierarchie weiter nach oben zu kämpfen, hat sich Weinzierl mitten in dieser Saison von Trainer Peter Sczypa getrennt und arbeitet nun mit Anett Pötzsch, Olympiasiegerin von 1980, zusammen. Geholfen hat es erst mal nicht: Nach dem Kurzprogramm am Mittwoch ist Weinzierl 24., Schott schaffte es auch nur auf Rang 19.

Einen Sprung nach vorn will der Berliner Paul Fentz machen. Das setzt eine sichere Landung beim vierfachen Toeloop voraus. Bei den Deutschen Meisterschaften kurz vor Weihnachten hat er das nicht geschafft. »Bei der EM wäre das fatal«, sagt er. Der 26-jährige weiß, wovon er redet: Vor einem Jahr stürzte er in der EM-Kür beim Vierfachen und erreichte nur Rang 16. In den ersten Tagen des neuen Jahres hat er den Toeloop nach einigem Tüfteln mit vierfacher Rotation wieder gestanden und Zuversicht gewonnen: »Mein persönliches Ziel wäre bei der EM Platz sechs.«

Nach der Absage von Hocke und Blommaert müssen die ebenfalls aus Berlin stammenden Minerva-Fabienne Hase und Nolan Seegert zunächst allein zeigen, wie viel Potenzial der deutsche Paarlauf hat. »Was mit Aljona und Bruno geklappt hat, können wir nicht alles nachmachen«, sagte Bundestrainer Alexander König. Dennoch sei es nicht ausgeschlossen, bis zu den nächsten Winterspielen ein Topduo mit Medaillenchancen zu haben. dpa/nd

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