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Liebe? Nein, danke!

Alter und Jugend, Überzeugung und Opportunismus: Der Film »The Seagull« adaptiert Tschechows Drama »Die Möwe«

  • Von Felix Bartels
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Um den Spoiler gleich vorwegzunehmen: Auch dieser Adaption gelingt es nicht, Tschechows ursprünglicher Intention gerecht zu werden. Sein Drama »Die Möwe« war gedacht als bittere Komödie über das sich an sich selbst langweilende Bürgertum. Doch Tschechows Absicht, seine Figuren der Lächerlichkeit preiszugeben, hat es nie bis ins Stück geschafft. Die Charaktere mögen miese Typen sein, doch es sind Charaktere. Keine halbwegs redliche Inszenierung könnte das verdecken, und da es dem Stück andererseits an oberflächlichem Witz fehlt, fällt jede Auslegung, von Stanislawski bis in die Gegenwart, fast zwingend aufs Betrübliche zurück.

Die Verfilmung hält sich eng an die Vorlage. Das Thema ist unerwiderte Liebe - in allerhand möglichen vordergründigen und übertragenen Varianten. Kostja wird geliebt von Masha, liebt aber Nina. Nina liebt Boris, der auch von Irina geliebt wird, die ihrerseits die Liebe ihres Sohnes Kostja nicht erwidern kann. Nina ...


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