Eine sensible Dame

Diskussion über Akustik in der Elbphilharmonie Hamburg

  • Von Carola Große-Wilde
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Dass die Elbphilharmonie eine besondere Akustik hat, ist seit zwei Jahren weltbekannt. Die meisten Kritiker und Musiker stellen dem neuen Konzerthaus ein positives Zeugnis aus und schwärmen vom »glasklaren Klang« und der »Transparenz«. Das hat jedoch auch den Nachteil, dass der Saal keine Fehler verzeiht. Wenn ein Musiker oder Sänger den Ton nicht genau trifft, dann fällt das auf. Auch die Geräusche im Zuschauerraum sind nur allzu gut zu hören; husten oder rascheln sollte man unbedingt vermeiden. Diese Problematik hat bei einem Konzert von Startenor Jonas Kaufmann beinahe einen Eklat ausgelöst - und die Diskussion über die Akustik neu entfacht.

Während des Konzerts hatten Zuhörer, die hinter dem Orchester saßen, den Platz gewechselt, weil sie den Sänger nicht hörten, oder »Hier hört man auch nichts« gerufen. Nach seinem Auftritt kritisierte Kaufmann die Akustik im Saal. »Sein Klang hat auch mit der Materialwahl zu tun, die mich am Anfa...

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