Werbung

Die Integration gelingt

Wachsende Zahl von Flüchtlingen spricht gut Deutsch / Fortschritte bei der Integration in deutschen Arbeitsmarkt

  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Einer wachsenden Zahl von Flüchtlingen gelingt einer aktuellen Studie zufolge die Integration in das deutsche Bildungssystem und in den Arbeitsmarkt. Wie aus der am Freitag in Berlin vorgestellten Untersuchung hervorgeht, stieg der Anteil der Teilnehmer an allen Arten von Sprachkursen zuletzt erkennbar an. Grundlage sind Befragungen von Flüchtlingen, die zwischen 2013 bis 2016 nach Deutschland kamen.

In den Jahren 2016 und 2017 wurden jeweils rund 5.000 Teilnehmer befragt. Knapp 3.000 dieser Geflüchteten waren bei beiden Befragungen dabei, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das Forschungszentrum des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge und das Sozioökonomische Panel mitteilten.

Die repräsentative Wiederholungsbefragung ergab demnach, dass 2017 die Hälfte der Befragten einen Integrationskurs besuchte oder diesen bereits abgeschlossen hatte - 2016 traf dies erst auf ein Drittel zu. Betrachtet man nicht nur die Integrationskurse, sondern alle Arten von Sprachkursen, hatten 2017 sogar insgesamt drei Viertel der befragten Flüchtlinge an mindestens einem Sprachkurs teilgenommen.

Der Erhebung zufolge gingen rund zehn Prozent der erwachsenen Flüchtlinge 2017 in Deutschland zur Schule, studierten oder machten eine Ausbildung. Damit wuchs die Bildungsbeteiligung unter den Flüchtlingen im Vergleich zu ersten Befragung 2016 um vier Prozentpunkte.

Insgesamt setzte rund ein Fünftel der Befragten, die 2016 von Plänen zum Besuch einer Bildungseinrichtung in Deutschland berichtet hatten, dieses Vorhaben 2017 um. Der Studie zufolge ist dieser noch recht geringe Anteil teils auf noch nicht ausreichende Sprachkenntnisse, teils auf fehlende allgemeinbildende oder berufsbildende Voraussetzungen zurückzuführen.

Eine positive Entwicklung zeigte sich den Angaben zufolge auch bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Wie die Autoren der Untersuchung mitteilten, gingen im Jahr 2017 rund 20 Prozent der seit 2015 zugezogenen Flüchtlinge einer Erwerbstätigkeit nach. Bis Oktober 2018 stieg dieser Anteil auf 35 Prozent an, wie aktuelle Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen.

»Die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt geht gut voran«, erklärte der IAB-Forscher Herbert Brücker. »Diese Ergebnisse sollten ein Ansporn sein, Geflüchtete bei der Integration in den Arbeitsmarkt weiter mit gezielten Maßnahmen zu unterstützen, zum Beispiel indem Qualifikationen schneller anerkannt werden.« AFP/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!