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  • Kultur
  • Deutsch-deutscher Bilderstreit

Die Wende an den Wänden

Warum der deutsch-deutsche Bilderstreit noch nicht aufgehört hat und so schnell auch nicht aufhören wird.

  • Von Michael Hametner
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Immer noch ringt der Osten Deutschlands um seine Kunst. Zur Wende an den Wänden in ganz Deutschland ist es noch nicht gekommen. Da wird ein renommierter Künstler, weil er nicht gesamtdeutsch in aller Munde ist, als »Schattenmaler« bezeichnet, wie es kürzlich Sighard Gille passierte, dem Leipziger Malprofessor und Schöpfer des Wandbilds im Gewandhaus. Sind das Begebenheiten am Rande? Vermutlich ist es das unverändert hörbare Grollen des deutsch-deutschen Bilderstreits. Dass es ihn im 30. Jahr der Friedlichen Revolution überhaupt noch gibt, hat Gründe.

Für den Kunstwissenschaftler Eckhart Gillen waren die Künste im geteilten Deutschland wie feindliche Brüder negativ aufeinander fixiert. Nach dem Fall der Mauer konnte man glauben, dass damit Schluss sei. In Erinnerung ist, dass unmittelbar nach 1990 die Türen westdeutscher Museen und Galerien weit geöffnet wurden für ostdeutsche Künstler. Man traf im Osten zeitweise niemanden mehr im...


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