Werbung

Auch im Alter sicher mit dem Auto fahren

Checkliste für Senioren am Steuer

Doch wie alt ist zu alt, um noch selbst Auto zu fahren? Das ist eine unter Verkehrsexperten umstrittene Frage, weil das individuell ganz verschieden ist.

Doch um einschätzen zu können, wie es um die eigene Konstitution bestellt ist, raten Sicherheitsexperten zu regelmäßigen Check-ups beim Hausarzt. Zugleich ist ein gesundes Augenmaß bei der Selbsteinschätzung gefragt, auch wenn das mitunter schwierig ist. Wer möchte schon sich selbst oder anderen gegenüber eingestehen, dass er nicht mehr fit genug für den Straßenverkehr ist?

Immer bessere Fahrerassistenzsysteme und technische Neuerungen in den Fahrzeugen sind jedoch Fluch und Segen zugleich. Einerseits ist die ältere Generation meist deutlich weniger technikaffin, andererseits können Einparksysteme, Abstandsregler oder Spurwechselassistenten für Senioren gerade hier eine wertvolle Hilfe sein und die Mobilität verlängern.

In einigen europäischen Ländern müssen sich Autofahrer mit 70 oder 75 regelmäßig einer Fahrtauglichkeitsuntersuchung unterziehen. In Italien muss der Führerschein schon ab dem 50. Lebensjahr alle fünf Jahre verlängert werden. Er wird nur nach erfolgreichem medizinischen Test neu erteilt.

In Deutschland gibt es diese Pflicht nicht. Hier wird dieses Problem aber immer wieder diskutiert. Allerdings können Behörden Senioren zur Untersuchung auffordern, wenn der Verdacht besteht, dass sie im Straßenverkehr nicht mehr sicher unterwegs sind.

Nun ist die jetzige dunkle Jahreszeit mit Nebel, Glatteis und Schnee besonders für ältere Autofahrer eine Herausforderungen und mit erhöhtem Unfallrisiko verbunden. Und der Alterungsprozess bringt einige Probleme mit sich, die durch die Witterung noch verstärkt werden. Probleme beim Hören und Sehen sowie Bewegungseinschränkungen können eine Gefahr bedeuten. Auch Medikamente und deren Nebenwirkungen erschweren das Autofahren oder machen es gar unmöglich.

Mit einem Selbsttest können Senioren überprüfen, ob sie sichere Fahrer sind. Wenn eine oder mehrere Fragen mit »Ja« beantwortet werden, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um zu überprüfen, ob das Problem mit dem gesundheitlichen Befinden zusammenhängen könnte.

- Verlieren Sie beim Fahren manchmal die Orientierung?

- Haben Sie Schwierigkeiten, Ampeln oder Verkehrszeichen zu erkennen und rechtzeitig darauf zu reagieren?

- Haben Sie Probleme, Gas-, Kupplungs- oder Bremspedal zu betätigen?

- Hören Sie Motorengeräusche, Schaltung oder Signale anderer Verkehrsteilnehmer spät oder schlecht?

- Finden Sie es schwierig, den Kopf zu drehen und über Ihre Schulter zu blicken?

- Werden Sie im dichten Verkehr oder auf unbekannten Straßen nervös?

- Hupen andere Autofahrer häufig wegen Ihres Fahrverhaltens?

- Verursachen Sie in letzter Zeit häufiger »Beinahe«-Unfälle?

- Fühlen Sie sich beim Fahren unsicher?

- Werden Sie schläfrig, nachdem Sie Medikamente eingenommen haben?

»Sicher Auto fahren im Alter« mit Selbsttest kann kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative, Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf, Tel. (0211) 86 20 660 oder www.alzheimer-forschung.de/sicher-auto-fahren.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln